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19.04.2014

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WaveLAN Projektseiten

Reichweitentests mit der Pringles-Antenne

Da sich in der Nähe unseres Büros und unserer Wohnorte keine freie Fläche mit mehr als 300 Metern Länge fand, mußten wir austüfteln, wie wir einen Access-Point auf freiem Feld in Betrieb nehmen konnten. Wir schufen also schnell eine mobile WLAN-Zelle. Der Access-Point wurde über ein Netzteil für den Zigarettenanzünder mit Strom versorgt. Die Pringles-Antenne wurde dann mit dem RG213-Kabel und einem Adapter an den Access Point angeschlossen. Praktischerweise hatte unser Auto ein Schiebedach und so konnten wir die Antenne auf dem Dach fixieren, indem wir das Kabel im Schiebedach einklemmten.


Die mobile PING WLAN-Zelle :-)

Vom Auto an der Straße bis zu dem großen Windrad sind es laut GPS knapp 800 Meter. Bis dahin war aber noch ein weiter und kalter Weg. In einer Entfernung von 250 Meter Luftline (auf dem Weg zwischen den Bäumen, die quer durchs Bild verlaufen) ließ sich noch bequem ohne externe Antenne eine Verbindung zum Access-Point herstellen.



In einer Entfernung von knapp 800 Metern zum Auto (direkt neben dem Zaun zur Windkraftanlage) war mit normalen Mitteln kein Netz mehr zu empfangen. Statt sofort die Pringles-Yagi zu testen, versuchten wir es erst mit einer 2,5 dBi Omni-Antenne (auf meiner Schulter) - und siehe da - es ward Netz.



Letztendlich hieß dies: Mit nur einer Pringles-Antenne und einer kleinen Verstärkung auf der anderen Seite, lassen sich schon 800 Meter mit brauchbarem Netz überbrücken. Natürlich ist die Qualität verbesserungswürdig, 1 MBit ist nicht schnell, aber grundsätzlich funktioniert das ganze. Mit einer zweiten Pringles-Antenne konnte das Ganze eigentlich nur besser werden (mittlerweile hat mich ein befreundetet Funkamateur darauf hingewiesen, daß wir vermutlich noch besseren Empfang gehabt hätten, wenn wir unsere Pringles-Antenne quer zu der auf dem Auto ausgerichtet hätten, das bedarf einer weiteren Prüfung).
Also schlossen wir die Pringles mit 3 Metern RG213 Kabel und unserem selbstgelöteten Pigtail an und peilten unsere mobile Funkzelle an. Die Pringles-Antenne brachte nochmal gut 10 dB mehr an Signalstärke, es ließen sich auch höhere Werte erreichen, aber oben herum schwankt die Signalqualität recht stark (was an der ganzen Ungenauigkeit des Versuchsaufbaus lag, wenn man das irgendwo fest installiert müßte die Qualität stabiler werden).



Alle Bilder dieser Aktion sind hier zu finden.

 


Pringles Yagi - wireless@ping.de - (2005-01-11 21:03)