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25.03.2017

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WaveLAN Projektseiten

Lucent Pigtail

Pigtail?

Warum das so heißt weiß natürlich wieder mal keiner. Gemeint ist jedenfalls im WLAN-Bereich ein Stück Kabel mit Steckern, das man an WLAN-Karten stecken kann um dann dort z.B. Antennen anzuschließen.

Das Design

Jeder, der sich mal mit Hochfrequenztechnik auseinandergesetzt hat weiß: Dicke Koaxkabel haben eine geringere Däpfung als dünnere. Da in die Stecker für WLAN-Karten, hier in diesem Fall der weit verbreitete Lucent-Stecker, keine dicken Kabel passen, baut man sich eine möglichst kurze Brücke von einem kleinen Stecker (Lucent) auf einen größeren (hier N-Stecker). Das spätere Antennenkabel wird dann mit dickem Kabel gebaut und mit passenden Steckern an beiden Seiten versehen. Durch die möglichst kurze Umsetzung von WLAN-Karte auf dickes Kabel bleibt der Großteil des Antennengewinns erhalten.


Benötigte Teile
  • Lucent-Stecker (zwischen 6 und 15 Euro)
  • 30cm RG-316 Kabel (ca. 2 Euro/m)
  • N-Stecker (möglichst für RG-316 Kabel, sonst wirds schwierig; ca. 5 Euro)
  • kurzes Stück Schrumpfschlauch

Zusammenbau (Lucent Stecker)

Zuerst entfernt man von dem Kabel ca 1,5 cm der Ummantelung und schiebt das Schirmgeflecht nach hinten. Dann isoliert man ca 4mm um den Innenleiter ab. Diese Seite des Kabels kommt in den Lucent Stecker.
Im Inneren des kleinen Steckers finden sich zwei kupferfarbene Metallflügel, zwischen die genau der Innenleiter des Kabels paßt. Wenn man das Kabel in den Stecker schiebt, ist es wichtig, daß der Innenleiter oben nicht die Außenwand des Steckers berührt (silbern), sonst ist der Stecker kurzgeschlossen und funktioniert nicht. Damit das Kabel nicht im Stecker verrutscht, sollte es zwischen den beiden Flügeln festgelötet werden (hierzu einen Elektroniklötkolben [max. 15 Watt] mit feiner Spitze nehmen). Auch hierbei ist wieder darauf zu achten, daß die Lötstelle nicht den silbernen Teil des Steckers berührt. Damit wäre dann der schwierigste Teil erledigt.
Nun schiebt man von der anderen Seite die Metallhülse und ein Stück Schrumpfschlauch auf das Kabel auf. Mann knickt das Metallgeflecht so zurück, daß es den unteren (runden) Teil des Steckers umschließt. Überschüssiges Geflecht schneidet man ab. Über das Ganze schiebt man dann die Metallhülse und quetscht (crimpt) diese dann zusammen. Hierzu sollte man die passende Crimpzange nehmen, zur Not tut es auch eine Flachzange. Nun ist die Schirmung des Kabels auch an dem Stecker befestigt. Nun schiebt man noch den Schrumpfschlauch auf die Hülse und erhitzt diesen, damit er sich zusammenzieht. Das fertige Ergebnis sollte dann so aussehen.
Nun verschliesst man das Loch hinten im Stecker erst mit dem Plastikplättchen, dann mit dem Metallplättchen (wer hier einen Weg findet, wie man das so zubekommt, daß das alles nicht wieder bei der nächsten Gelegenheit herausfällt, der möge uns bitte schreiben, wir haben von hämmern bis zum Festkleben schon alles durchprobiert).


Zusammenbau (N-Stecker)

Der N-Stecker ist etwas einfacher zusammenzusetzen. Das Wichtigste überhaupt ist, daß man daran denkt, daß der Schrumpfschlauch und die Metallhülse zuerst auf das Kabel müssen, da man sie mit montierten Steckern natürlich nicht mehr draufbekommt.
Man isoliere das Kabel auf 2cm Länge ab, das Metallgeflecht wird wieder nach hinten geschoben. Der Innenleiter wird etwas länger abisoliert als der einzelne Kupferdorn lang ist. Dieser Dorn wird dann auf den Innenleiter geschoben und festgequetscht. Er sollte wirklich fest sitzen und nicht allzuleicht wieder abgehen, denn sonst ist er bei einem Fehler beim Zusammenbau später auf nimmer wiedersehen im Stecker verloren. Mit dem Dorn voran wird dann das Kabel in den Stecker geschoben, soweit bis es nicht mehr geht. Am Ende spürt man eine Art "Einrasten"; das Kabel sitzt jetzt fest.
Nun wieder das Metallgeflecht zurückschieben und mit der Metallhülse am Stecker festcrimpen.
Jetzt nur noch den Schrumpschlauch drüber, erhitzen, und fertig ist der Pigtail.

 


Lucent Pigtail - wireless@ping.de - (2005-01-11 21:06)